Meldungen aus dem Landesverband Schleswig-Holstein

Flensburger Reservisten pflegen dänische Kindergräber auf dem Friedenshügel

Zum wiederholten mal engagieren sich die Reservisten aus Flensburg auf der städtischen Kriegsgräberstätte

Es war wieder einmal soweit ... nach 2006, 2009, 2011, 2013 und 2018 fanden sich am letzten Samstag, den 22.08.20, neun Freiwillige der Reservistenkameradschaft Flensburg zu Grabpflegearbeiten auf dem Friedhof Friedenshügel in Flensburg ein.

Der Leitende dieser Aktion, Stabsfeldwebel d.R. Ulrich Specht, hatte im Vorfeld zusammen mit dem Kreisgeschäftsführer Flensburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Herrn Michael Riedel, festgelegt, welche Arbeiten zu erledigen waren. Dabei schien es uns richtig, sich 100 Jahre nach der Grenzziehung von 1920 besonders um die 15 dänischen Kindergräber auf dem Friedenshügel zu kümmern. Am 09. Mai 1943 fielen diese Kinder einem Bombenangriff zum Opfer. Der Angriff galt eigentlich der Flensburger Werft, aber eine verirrte Bombe traf leider das dänische Kinderheim.

Schon am 20.08. traf sich Michael Riedel mit dem Obermaat d.R. Franz Richter, der 4 Tage zuvor seinen 75. Geburtstag feiern konnte, auf dem Friedhof, um einige Vorarbeiten zu erledigen. Es wurden die Steinkreuze abgestrahlt und die Holzkreuze mit Grünbelagentferner eingesprüht.

So konnte es dann am Samstag losgehen. Pünktlich um 09 Uhr waren alle vor Ort, auch der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft, Oberstleutnant d.R. Norbert Dethleffs, war mit dabei. Es wurden die Steinkreuze der dänischen Kindergräber gerichtet, gesäubert und die Büsche beschnitten. Die Holzkreuze aus Eichenholz erhielten 3 Anstriche mit Holzöl und bei den Gräbern des 1. Weltkrieges wurden die Namenplatten freigeschnitten und neu ausgerichtet.

Nach einer Stärkung um 12 Uhr, es gab belegte Brötchen, Kaffee und Kaltgetränke, wurde bis 14 Uhr weiter gearbeitet. Ein Reporter und ein Fotograf der Zeitung Flensborg Avis erschienen während der Arbeiten und haben am 25.08. über diese Aktion in dänischer Sprache berichtet, den Artikel können Sie hier anschauen.

Erwähnenswert ist noch der älteste Teilnehmer dieser Aktion, Herr Stabsfeldwebel d.R. Uwe Jacobsen, der stolze 81 Jahre zählt. Am Ende waren alle mit der geleisteten Arbeit zufrieden und Herr Riedel dankte im Namen des Volksbundes. Anfang Oktober soll es eventuell gleich weitergehen, als Projekt wurden sich dafür schon jetzt die polnischen Kriegsgräber ausgesucht.

Hier einige Bilder vom Arbeitseinsatz

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