Meldungen aus dem Landesverband

Gedenken an die Toten der KRI NANGGALA 402

Gedenkstunde mit Kranzniederlegung am U-Boot-Ehrenmal Möltenort

Der Untergang des indonesischen U-Bootes KRI NANGGALA 402 am 21. April war gestern Anlass für eine Gedenkveranstaltung am U-Boot-Ehrenmal Möltenort. Der Verband Deutscher U-Bootfahrer e.V. (VDU) hatte die Kranzniederlegung im Gedenken an die 53 ums Leben gekommenen indonesischen U-Bootfahrer initiiert.

Der Präsident des VDU, Kapitän z.S. a.D. Michael Setzer, betonte in seiner kurzen Ansprache, dass U-Bootfahrer über Grenzen hinweg eine enge Gemeinschaft verbindet. Einige der verunglückten indonesischen Soldaten seien ihren deutschen Kameraden durch persönliche Begegnungen bekannt gewesen. So war der Kommandant der NANGGALA, Fregattenkapitän Heri Oktavian, zuletzt von 2017-2019 an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.

Aus Berlin war der indonesische Botschafter, Arif Havas Oegroseno, zu der Gedenkfeier angereist, der sich für die große Anteilnahme bedankte. Die Gedenkstunde am U-Boot-Ehrenmal sei bisher die einzige ihrer Art außerhalb seines Heimatlandes Indonesien. Das trübe Wetter während der Gedenkfeier passe zum Anlass, sagte der Botschafter, „die Regentropfen sind wie die Tränen unserer Trauer. Der Verlust der jungen Besatzung schmerzt, sie sind unsere Helden.“

Von deutscher Seite nahmen u.a. der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Bock, der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Generalmajor Oliver Kohl, sowie Soldaten des 1. U-Bootgeschwaders und der Führungsakademie der Bundeswehr an der Gedenkveranstaltung teil. Darüber hinaus waren auch kleine Delegationen der Wehrtechnischen Dienststelle 71, der Werft Thyssenkrupp Marine Systems, des Deutschen Marinebund e.V. (DMB), des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und des VDU dabei.

Internationalen Charakter erhielt das gemeinsame Gedenken durch die Beteiligung von Angehörigen des internationalen Admiralstabslehrgangs der Führungsakademie sowie mehrerer italienischer Marineoffiziere, die sich dienstlich in Kiel aufhielten.

Zum Abschluss der Kranzniederlegung spielte ein Trompeter des Marinemusikkorps Kiel das Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“.

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