Sowohl zum Volkstrauertag als auch zur Haus- und Straßensammlung haben Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule am Marschweg in Kaltenkirchen dieses Jahr tatkräftig mit angepackt. Wie dieses Engagement vor Ort gelebt wird, berichtet nachfolgend Dominik Zuk, Lehrer an der Gemeinschaftsschule am Marschweg und seit vielen Jahren aktives Mitglied im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge:
In diesem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule am Marschweg in Kaltenkirchen erneut eindrucksvoll Verantwortung übernommen. Sie organisierten die Haus- und Straßensammlung in der Stadt und den umliegenden Dörfern, um die humanitären Ziele sowie die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zu unterstützen. Mit ihrem Einsatz setzten sie ein starkes Zeichen für Solidarität und gesellschaftliches Miteinander. Unter dem Motto „Gemeinsam für den Frieden“ wurde sichtbar, wie wichtig es ist, dass junge Menschen aktiv zur Erinnerungskultur beitragen und Verantwortung für die Zukunft übernehmen.
Auch die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag erhielt in diesem Jahr eine neue Gestalt. Auf Initiative des Kaltenkirchener Bürgermeisters Stephan Bohlen wurde erstmals ein generationenübergreifendes Format gewählt, das das Thema „Kinder und Jugendliche im Krieg“ in den Mittelpunkt stellte. Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule am Marschweg waren auch hier aktiv beteiligt und gestalteten gemeinsam mit Christian Kühl und mir als Lehrern Beiträge, die eindrucksvoll verdeutlichten, wie sehr Krieg das Leben junger Menschen prägt und welche Verantwortung heutige Generationen tragen, um Frieden zu bewahren. Besonders eindringlich waren die Poetry-Slam-Stücke von Mona Harry und Björn Högsdal, die der Veranstaltung eine weitere moderne und kreative Note verliehen.
Das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie die neue Form des Gedenkens machen deutlich, dass Erinnerungskultur lebendig bleibt, wenn Tradition und neue Ausdrucksformen miteinander verbunden werden. Kaltenkirchen hat damit ein starkes Zeichen gesetzt: für das Bewahren der Geschichte, für die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen und für das gemeinsame Ziel, Frieden zu sichern. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. steht dabei als verlässlicher Partner an der Seite der jungen Menschen und trägt mit seiner Arbeit dazu bei, dass das Motto „Gemeinsam für den Frieden“ lebendig bleibt.
Text: Dominik Zuk