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Meldungen aus dem Landesverband Schleswig-Holstein
Meldungen aus dem Landesverband Schleswig-Holstein

Pflege historischer Gräber in Südjütland

Die Reservistenarbeitsgemeinschaft Kriegsgräber Schleswig-Holstein im Einsatz in Dänemark

Am 08./09. August 2026 wurde der Einsatz der Reservistenarbeitsgemeinschaft-Kriegsgräber SH an den historischen Kriegsgräbern in Südjütland (DK) abgeschlossen.

In den vergangenen zwei Jahren waren Mitglieder der Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) an insgesamt 22 Orten im Einsatz. Sie haben in der Zeit 60 Einzellagen instandgesetzt und die Inschriften auf den Gedenksteinen erneuert. Insgesamt waren zehn Kameraden der RAG Kriegsgräber SH an den Einsätzen beteiligt. Die Einsätze fanden immer an einem Wochenende statt. Unterkunft und Verpflegung wurde vom Kreisgeschäftsführer und zuständigen Beauftragten für Dänemark, Eggert Mumberg organisiert. Mit Unterstützung der dänischen Heimwehr konnten die Teilnehmer zum größten Teil in einer Kaserne in Sögard untergebracht werden. Da wo Unterkunft durch die Heimwehr nicht gestellt werden konnte, sorgte Eggert Mumberg privat für Unterkunft und Verpflegung. 

Für die beteiligten Mitglieder der RAG-Kriegsgräber SH waren diese Einsätze stets ein bleibendes Erlebnis.

 

Historischer Hintergrund der Gräber und Gedenkstätten aus den beiden dänisch-deutschen Auseinandersetzungen, der schleswig-holsteinischen Erhebung von 1848/51 und dem dänisch-deutschen Krieg von 1864.

Es handelt sich hier um Gräber dänischer, österreichischer und deutscher Soldaten, die in den Gefechten und Kämpfen nördlich und südlich der heutigen dänisch-deutschen Grenze gefallen sind.

Über ihre ursprüngliche Bedeutung hinaus sind sie heute zu historischen Stätten geworden. Sie erinnern uns an das Ringen um Demokratie, Freiheit und Einheit.

In Dänemark stehen alle Gräber, Einzel-wie Sammelgräber, auf Friedhöfen oder in freier Flur. Sofern sie älter als 100 Jahre sind, stehen sie unter gesetzlichen Schutz. Sie sind in der Obhut der Kirchengemeinden und von Organisationen; der Beauftragte des dänischen Verteidigungskommandos für das Kriegsgräberwesen in Kopenhagen und der Beauftragte des Volksbundes in Nordschleswig/Südjütland kümmern sich um die Stätten.

Einige dieser Kriegsgräber von 1848/51 und 1864 sind inzwischen aber auch zu Stätten friedlicher Begegnungen und gemeinsamer Arbeit geworden. Die Zeit, aber auch Wind und Wetter, haben an einigen Grabanlagen deutliche Spuren hinterlassen.

Diese beseitigen seit einigen Jahren Reservisten der Bundeswehr bei trinationalen Arbeitseinsätzen, und seit zwei Jahren auch Mitglieder der RAG-Kriegsgräber SH bei freiwilligen Arbeitseinsätzen.

Text und Bild: Jürgen Spill